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Vom Konzept zur Realität: Warum Digitalisierung erst mit Umsetzung beginnt - Im Interview mit Florian Kretschmer, Head of Business Development bei workingbits

Vom Konzept zur Realität: Warum Digitalisierung erst mit Umsetzung beginnt - Im Interview mit Florian Kretschmer, Head of Business Development bei workingbits

News 27. April 2026

Digitalisierung wird oft geplant, diskutiert und analysiert – doch viel zu selten wird sie konsequent umgesetzt. Genau hier setzt das Interview mit Florian Kretschmer, Head of Business Development bei workingbits, an. Im Gespräch geht es nicht um die nächste Theorie oder den nächsten Buzzword-Trend, sondern um die entscheidende Frage: Warum scheitern so viele Digitalprojekte zwischen Strategiepapier und echter Umsetzung?

workingbits hat sich genau auf diese Lücke spezialisiert. Während klassische Beratungen Konzepte liefern und Agenturen diese oft nur technisch abarbeiten, verbindet das Unternehmen beides zu einem durchgängigen Ansatz. Seit über 15 Jahren entwickelt das Team Softwarelösungen, integriert Künstliche Intelligenz in bestehende Geschäftsprozesse und begleitet Unternehmen von der ersten Analyse bis zum laufenden Betrieb – vollständig inhouse, ohne Subunternehmer und ohne Brüche im Projektverlauf.

Im Interview gibt Florian Kretschmer spannende Einblicke in die Realität der digitalen Transformation: Warum eine ehrliche Analyse wichtiger ist als jedes Lastenheft, wie mittelständische Unternehmen pragmatisch und ohne Hype in das Thema KI einsteigen können und weshalb Geschwindigkeit kein Widerspruch zu Qualität sein muss. Besonders im Fokus steht dabei das Versprechen von workingbits, in nur 30 Tagen Ergebnisse zu liefern, für die andere Anbieter oft ein halbes Jahr benötigen.

Darüber hinaus beleuchtet das Gespräch, was Unternehmen heute wirklich erwarten: Transparenz statt Blackbox, direkte Kommunikation mit den Umsetzern statt Übergaben und eine technische Umsetzung auf Enterprise-Niveau – kombiniert mit der Agilität eines fokussierten Teams.

Ein Interview, das nicht nur Fragen stellt, sondern konkrete Antworten liefert – für alle, die Digitalisierung nicht länger planen, sondern endlich realisieren wollen.

Silicon Valley Europe: Herr Kretschmer, viele Unternehmen erleben eine große Lücke zwischen strategischer Beratung und tatsächlicher Umsetzung. Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass so viele Digitalprojekte genau an diesem Punkt scheitern?

Florian Kretschmer: Das Grundproblem ist eigentlich immer dasselbe: Es gibt Leute, die Konzepte schreiben, und es gibt Leute, die Code schreiben – und dazwischen sitzt oft niemand, der beides versteht. Die klassische Beratung liefert ein Strategiepapier, das auf dem Papier fantastisch aussieht. Dann wird das an eine Agentur übergeben, und plötzlich stellt sich heraus, dass die Hälfte technisch gar nicht so umsetzbar ist, wie gedacht. Oder es dauert dreimal so lang, weil wesentliche Fragen im Konzept gar nicht beantwortet wurden.

Das erleben wir wirklich regelmäßig: Ein Unternehmen kommt zu uns, hat schon 50.000 Euro oder mehr für eine Digitalstrategie ausgegeben – und hat am Ende ein PDF mit 80 Seiten, aber keinen einzigen laufenden Prozess. Das ist frustrierend für alle Beteiligten.

Bei uns ist das bewusst anders aufgebaut. Wir beraten und setzen um – mit demselben Team. Die Leute, die mit dem Kunden am Tisch sitzen und die Anforderungen aufnehmen, sind dieselben, die danach den Code schreiben. Dadurch gibt es keine Übersetzungsverluste und keine bösen Überraschungen. Und das ist auch der Grund, warum wir so schnell liefern können.

Silicon Valley Europe: Sie betonen den Ansatz „Analyse vor Umsetzung“. Wie gehen Sie konkret vor, um herauszufinden, was ein Unternehmen wirklich braucht – und nicht nur glaubt zu brauchen?

Florian Kretschmer: Das ist ein super wichtiger Punkt. Viele Unternehmen kommen zu uns und sagen: „Wir brauchen eine App“ oder „Wir brauchen KI“. Und dann fragen wir: Wofür genau? Und dann wird es oft still. Nicht weil die Leute nicht wissen, was sie wollen – sondern weil sie das Problem noch nicht sauber genug definiert haben.

Deshalb starten wir jedes Projekt mit einem ehrlichen Gespräch. Wir schauen uns die Prozesse an, die heute laufen. Wo verliert das Team Zeit? Wo passieren Fehler? Wo liegt richtig Geld auf dem Tisch? Das ist manchmal unbequem, weil man dabei auch Dinge aufdeckt, die man lieber nicht sehen wollte. Aber genau das ist der Punkt.

Wir bieten zum Beispiel eine Prozess-Entlastung in sieben Tagen an. Das heißt: Wir nehmen uns einen konkreten Prozess vor, analysieren ihn an Tag eins und haben am Ende der Woche eine funktionierende Automatisierung im Live-Betrieb. Kein Konzeptpapier, kein PowerPoint – ein laufendes Ergebnis. Und daran kann der Kunde sofort sehen, ob der Ansatz für ihn funktioniert.

Silicon Valley Europe: Künstliche Intelligenz ist aktuell eines der dominierenden Themen. Wie können mittelständische Unternehmen sinnvoll und pragmatisch in das Thema KI einsteigen, ohne sich vom Hype treiben zu lassen?

Florian Kretschmer: Unser Geschäftsführer Andreas Otto sagt immer: KI ist kein Projekt, sondern ein Werkzeug. Und wie jedes Werkzeug macht es nur dann Sinn, wenn man ein konkretes Problem damit löst. Viele Unternehmen machen den Fehler, dass sie KI einführen wollen, weil es alle machen – und dann suchen sie ein Problem dafür. Das ist der falsche Weg.

Der richtige Einstieg ist: Schau dir deine Prozesse an. Wo sitzt jemand und tippt Daten von einem System ins andere ab? Wo werden E-Mails manuell sortiert, Dokumente händisch klassifiziert, Informationen aus PDFs abgetippt? Genau da setzt KI heute schon extrem wirkungsvoll an – und zwar nicht mit Science-Fiction-Technologie, sondern mit ausgereiften Lösungen.

Wir haben das bei uns selbst vorgemacht. Unser eigenes Produkt nevi.app ist ein KI-gestütztes Dokumentenmanagementsystem. Das erkennt automatisch Dokumententypen, extrahiert Absender, Beträge, Fristen – alles ohne manuelles Zutun. Der Nutzer kann sogar in natürlicher Sprache mit seinen Dokumenten chatten. Und das läuft nicht im Labor, sondern in Produktion, täglich, bei echten Kunden.

Genau diese Erfahrung bringen wir in Kundenprojekte ein. Wir wissen, was funktioniert und was heute noch nicht reif ist. Und wir sagen einem Mittelständler auch ehrlich: Dafür brauchst du keine KI, dafür reicht eine saubere Automatisierung. Das spart am Ende mehr als jede KI-Lösung, die nur halb passt.

Silicon Valley Europe: Sie versprechen, in 30 Tagen Ergebnisse zu liefern, für die andere oft sechs Monate benötigen. Wie schaffen Sie diese Geschwindigkeit, ohne dabei Kompromisse bei Qualität und Nachhaltigkeit einzugehen?

Florian Kretschmer: Das liegt vor allem an zwei Dingen: Erfahrung und Struktur. Wir machen das seit über 15 Jahren und haben in der Zeit über 200 Projekte ausgeliefert. Da kennt man die Muster. Man weiß, welche Architekturentscheidungen sich bewähren und welche einem später auf die Füße fallen.

Und dann ist da die Art, wie wir arbeiten: Kurze Wege, schnelle Entscheidungen, keine endlosen Abstimmungsrunden. Unsere Projektmanager sind nah dran am Team und am Kunden – die organisieren nicht nur, die verstehen auch, was technisch passiert. Dadurch fallen die typischen Reibungsverluste weg, die man aus größeren Strukturen kennt.

Dazu kommt, dass wir wirklich hart an einem klaren Scope arbeiten. Wir nageln am Anfang gemeinsam fest, was gebaut wird – mit Festpreis. Kein Scope-Creep, keine Endlosschleife. Der Kunde weiß vorher, was er bekommt und was es kostet. Und dann liefern wir – mit wöchentlichen Updates, damit der Kunde jederzeit sieht, wo das Projekt steht.

Geschwindigkeit heißt bei uns nicht, dass wir Dinge weglassen. Es heißt, dass wir keinen Overhead produzieren. Jeder Tag, der in unnötigen Meetings versenkt wird, ist ein Tag, an dem kein Code geschrieben wird. Bei uns gibt es diese Trennung nicht.

Silicon Valley Europe: workingbits setzt vollständig auf Inhouse-Umsetzung ohne Subunternehmer. Welche Vorteile ergeben sich daraus konkret für Ihre Kunden – und warum ist Transparenz heute so entscheidend?

Florian Kretschmer: Der größte Vorteil ist Verlässlichkeit. Wenn wir ein Projekt annehmen, dann arbeiten unsere Leute daran – von Anfang bis Go-Live. Da wird nichts an ein externes Team übergeben, das der Kunde nie kennenlernt. Und das spürt man: in der Qualität, in der Kommunikation und vor allem in der Geschwindigkeit, mit der Probleme gelöst werden.

Transparenz ist für uns nicht nur ein Wert, sondern ein ganz praktisches Prinzip. Unsere Kunden bekommen jede Woche ein Update zum Projektstand. Nicht erst nach drei Monaten ein großes Reveal, sondern regelmäßig und ehrlich. Und wenn etwas nicht passt, korrigieren wir das sofort – nicht erst im nächsten großen Abstimmungstermin.

Ich glaube, viele Geschäftsführer kennen das: Man gibt ein Budget frei, hört monatelang nichts, und dann kommt am Ende etwas raus, das nicht dem entspricht, was man sich vorgestellt hat. Genau das wollen wir verhindern. Bei uns weiß der Kunde zu jeder Zeit, wo sein Projekt steht und was als Nächstes passiert.

Silicon Valley Europe: Viele Unternehmen haben bereits schlechte Erfahrungen mit Digitalprojekten gemacht. Was machen Sie anders, damit Projekte nicht nur gestartet, sondern auch erfolgreich abgeschlossen werden?

Florian Kretschmer: Der wichtigste Unterschied ist: Wir liefern keine PowerPoints, wir liefern Code. Das klingt vielleicht banal, aber es ist der Kern. Ich kenne aus meiner Arbeit im Business Development so viele Fälle, in denen Projekte mit großen Visionen gestartet sind und dann im Sande verlaufen sind, weil zwischen Vision und Umsetzung eine riesige Lücke klafft.

Bei uns läuft das so: Am Anfang definieren wir einen klaren, überschaubaren Scope. Nicht das große Ganze, sondern den ersten konkreten Schritt. Dann bauen wir das, liefern es aus und der Kunde hat ein laufendes System. Erst dann entscheiden wir gemeinsam, was als Nächstes kommt. Das reduziert das Risiko enorm – für beide Seiten.

Und dann ist da noch das Thema After-Go-Live. Wir lassen niemanden alleine. Nach dem Go-Live gibt es Support, Einweisung, Dokumentation. Das System läuft stabil, und der Kunde braucht uns danach nur noch, wenn er will – nicht weil er muss.

Silicon Valley Europe: workingbits verbindet technische Exzellenz mit unternehmerischer Praxis durch eigene SaaS-Produkte. Wie fließen diese Erfahrungen konkret in Kundenprojekte ein?

Florian Kretschmer: Das ist tatsächlich einer unserer größten Vorteile. Wir entwickeln nicht nur Software für Kunden – wir betreiben auch eigene Produkte am Markt. Mit nevi.app haben wir ein KI-gestütztes System gebaut, das Dokumente automatisch erkennt, sortiert und durchsuchbar macht. Und mit tellie.io betreiben wir ein CRM speziell für den Mittelstand. Beides sind Produkte mit echten Nutzern, die wir täglich weiterentwickeln.

Was heißt das für unsere Kunden? Ganz einfach: Wir wissen, was passiert, nachdem eine Software live geht. Wie sie sich verhält, wenn plötzlich hunderte statt zehn Nutzer damit arbeiten. Was passiert, wenn sich Anforderungen ändern. Was man tun muss, damit das System auch nach zwei Jahren noch sauber läuft. Das ist Wissen, das man als reine Agentur schlicht nicht hat – weil man es nie selbst erleben musste.

Gerade beim Thema KI macht das einen riesigen Unterschied. Wir setzen bei nevi.app Künstliche Intelligenz ein, um Dokumente zu lesen, zu verstehen und automatisch die richtigen Informationen rauszuziehen. Und das nicht als Laborexperiment, sondern im echten Tagesgeschäft. Wir wissen also aus eigener Erfahrung, wie man KI so einbaut, dass sie zuverlässig funktioniert – und nicht nur in der Präsentation beeindruckt. Genau das bringen wir in jedes Kundenprojekt ein, in dem KI eine Rolle spielt.

Silicon Valley Europe: Der Ansatz von workingbits kombiniert Enterprise-Architektur mit der Geschwindigkeit eines fokussierten Teams. Wie gelingt dieser Spagat in der Praxis?

Florian Kretschmer: Indem wir Technik auf hohem Niveau liefern, ohne uns in bürokratischen Prozessen zu verlieren. Wir bauen Software, die sicher, skalierbar und DSGVO-konform ist – auf dem Niveau, das man sonst von großen Plattformen kennt. Aber ohne den ganzen Apparat drumherum. Keine wöchentlichen Lenkungsausschüsse, keine Änderungsanträge in dreifacher Ausfertigung, keine starren Prozesse.

Unser Team ist bewusst schlank und fokussiert. Unsere Entwickler können ein Feature komplett durchziehen – von der Benutzeroberfläche bis zur Datenbank. Das heißt, es müssen nicht drei verschiedene Abteilungen koordiniert werden, nur damit ein Button an der richtigen Stelle funktioniert. Das spart enorm viel Zeit und verhindert Missverständnisse.

Und was viele vergessen: Professionelle Qualität heißt nicht automatisch monatelange Umsetzung. Man kann robuste, zukunftsfähige Systeme bauen und trotzdem in 30 Tagen live gehen – wenn man die richtigen technischen Entscheidungen trifft und sich nicht in überflüssiger Komplexität verliert.

Silicon Valley Europe: Wenn ein Unternehmen heute vor der Entscheidung steht, ein Digitalprojekt zu starten – was sind aus Ihrer Sicht die drei größten Fehler, die unbedingt vermieden werden sollten?

Florian Kretschmer: Erstens: Zu groß denken beim ersten Schritt. Ich sehe das in meinen Gesprächen mit Unternehmen ständig – man will direkt die komplette Plattform mit allen Features. Dann wird das Projekt riesig, teuer, und nach sechs Monaten hat man immer noch nichts Laufendes. Mein Rat: Fangt klein an. Baut den ersten Prozess, die erste Funktion. Bringt das live. Und dann iteriert.

Zweitens: Konzept und Umsetzung trennen. Wer sich erst für 50.000 Euro beraten lässt und dann mit dem Ergebnis zur Agentur geht, hat am Ende fast garantiert einen Bruch im Projekt. Die besten Ergebnisse entstehen, wenn die Leute, die beraten, auch die sind, die umsetzen.

Und drittens: Den Faktor Mensch unterschätzen. Am Ende muss jemand mit dem System arbeiten. Wenn die Mitarbeiter nicht mitgenommen werden, wenn die Lösung an der Realität im Unternehmen vorbeigeht, dann kann die Technologie noch so gut sein – sie wird scheitern. Deshalb ist für uns der direkte Kontakt mit den Anwendern genauso wichtig wie die Architektur.

Silicon Valley Europe: Zum Abschluss: Wie wird sich die Rolle von Digitalisierungspartnern in den nächsten Jahren verändern – und worauf sollten Unternehmen bei der Auswahl besonders achten?

Florian Kretschmer: Ich glaube, die klassische Agentur, die einfach nur Aufträge abarbeitet, wird es in ein paar Jahren so nicht mehr geben. Die Anforderungen sind zu komplex geworden – gerade durch KI. Unternehmen brauchen Partner, die nicht nur technisch stark sind, sondern die auch verstehen, wie man KI sinnvoll in Geschäftsprozesse integriert. Und die das nachweislich können – nicht nur im Pitch, sondern in der Realität.

Worauf sollte man achten? Drei Dinge: Erstens, hat der Partner eigene Produkte? Wer selbst Software betreibt, versteht die Herausforderungen auf einer ganz anderen Ebene als jemand, der nur Kundenaufträge macht. Zweitens, wie arbeitet das Team? Spricht man direkt mit den Entwicklern oder mit einem Projektmanager, der alles weiterreicht? Und drittens: Kann der Partner schnell ein greifbares Ergebnis liefern? Nicht ein Konzept, sondern etwas, das läuft.

Wer auf diese Dinge achtet, spart sich nicht nur Geld und Zeit, sondern vor allem Frustration. Und das ist am Ende vielleicht das Wertvollste.

Silicon Valley Europe: Vielen lieben Dank für diese wirklich substanziellen und spannenden Antworten rund um die Entwicklung der Digitalisierung in den kommenden Jahren.

Florian Kretschmer: Sehr gerne. Und wenn jemand nach dem Lesen direkt loslegen will – einfach melden. Wir sind nur ein Gespräch entfernt.

Wie KI den mobilen Arbeitsplatz im Unternehmen neu definiert

Wie KI den mobilen Arbeitsplatz im Unternehmen neu definiert

News 21. April 2026

Wie KI den mobilen Arbeitsplatz im Unternehmen neu definiert

Künstliche Intelligenz verändert in vielen Unternehmen nicht nur einzelne Prozesse, sondern zunehmend die gesamte Art, wie gearbeitet wird. Das zeigt sich besonders beim mobilen Arbeitsplatz. Wer heute im Homeoffice, unterwegs oder an wechselnden Standorten arbeitet, greift längst nicht mehr nur auf E-Mails, Office Programme und Videokonferenzen zu. Hinzu kommen KI gestützte Anwendungen für Recherche, Texterstellung, Datenaufbereitung, Aufgabenplanung und Informationsanalyse. Dadurch wird mobiles Arbeiten in vielen Bereichen schneller, flexibler und eigenständiger.

Gleichzeitig verschieben sich damit auch die Anforderungen an Geräte und Arbeitsabläufe. Der mobile Arbeitsplatz ist heute nicht mehr nur eine praktische Ergänzung zum Büro, sondern wird immer häufiger zu einem vollwertigen digitalen Arbeitsumfeld. Unternehmen müssen deshalb neu bewerten, welche technische Ausstattung, welche Prozesse und welche Standards notwendig sind, damit mobiles Arbeiten im KI Kontext zuverlässig funktioniert. Genau darin liegt die eigentliche Veränderung. KI ergänzt den mobilen Arbeitsplatz nicht nur, sondern verändert seine Rolle im Unternehmensalltag spürbar.

KI macht den mobilen Arbeitsplatz produktiver

Ein wesentlicher Unterschied zu früher liegt darin, dass viele Aufgaben heute direkt auf dem mobilen Gerät vorbereitet, unterstützt oder beschleunigt werden können. KI hilft dabei, Inhalte zu strukturieren, Informationen zusammenzufassen, Entwürfe zu erstellen oder Routineaufgaben schneller zu erledigen. Gerade unterwegs oder zwischen Terminen kann das einen spürbaren Vorteil bringen, da weniger Zeit für Vorbereitung und manuelle Zwischenschritte verloren geht.

Das verändert die Rolle mobiler Geräte deutlich. Sie dienen nicht mehr nur dazu, unterwegs erreichbar zu sein oder auf Dateien zuzugreifen. Stattdessen werden sie zu aktiven Arbeitswerkzeugen, auf denen viele Aufgaben direkt erledigt werden können. Für Unternehmen bedeutet das, dass der mobile Arbeitsplatz heute enger mit Produktivität und digitaler Wertschöpfung verbunden ist als noch vor wenigen Jahren.

Hinzu kommt, dass KI gerade in Situationen hilfreich ist, in denen wenig Zeit für aufwendige Abstimmung bleibt. Wer unterwegs Informationen verdichten, einen Termin vorbereiten oder einen ersten Textentwurf erstellen muss, kann mit den passenden Tools schneller zu einem brauchbaren Ergebnis kommen. Das spart nicht nur Zeit, sondern macht mobiles Arbeiten insgesamt verbindlicher und praxisnäher.

Mobile Geräte müssen mehr leisten als früher

Mit diesen neuen Möglichkeiten steigen jedoch auch die technischen Anforderungen. Wenn Mitarbeitende parallel mit KI Tools, cloudbasierten Anwendungen, Kommunikationsplattformen und klassischen Programmen arbeiten, muss ein mobiles Gerät deutlich mehr leisten als ein einfaches Notebook für E-Mail und Textverarbeitung. Leistung, Akkulaufzeit, Startgeschwindigkeit, Displayqualität und stabile Konnektivität gewinnen dadurch an Bedeutung. Besonders wichtig ist, dass Geräte im Alltag verlässlich funktionieren und auch bei wechselnden Einsatzorten keine unnötigen Unterbrechungen verursachen. Notebooks für den mobilen Einsatz im Unternehmen müssen deshalb nicht nur transportabel sein, sondern auch eine Arbeitsweise unterstützen, die stärker von digitalen Tools, Multitasking und flexiblen Prozessen geprägt ist.

Gerade bei längeren Arbeitstagen oder häufigen Ortswechseln zeigt sich schnell, wie wichtig eine stabile technische Basis ist. Wenn Anwendungen ruckeln, Verbindungen abbrechen oder der Akku zu früh nachlässt, geht der Vorteil mobiler Arbeit schnell verloren. Unternehmen sollten deshalb nicht nur auf Mobilität achten, sondern auf ein ausgewogenes Zusammenspiel aus Leistung, Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit.

Mitarbeitende arbeiten eigenständiger und schneller

KI verändert nicht nur die Technik, sondern auch die Organisation der Arbeit. Viele Mitarbeitende können Aufgaben heute selbstständiger erledigen, da Informationen schneller verfügbar sind und erste Ergebnisse mit Unterstützung digitaler Tools direkt erstellt werden können. Das betrifft zum Beispiel die Vorbereitung von Terminen, die Auswertung von Informationen, das Formulieren von Texten oder das Strukturieren von Aufgaben.

Gerade im mobilen Kontext ist das besonders relevant. Dort fehlt oft der direkte Austausch vor Ort, und Entscheidungen müssen schneller getroffen werden. Wenn der Arbeitsplatz technisch und organisatorisch darauf ausgelegt ist, können Mitarbeitende auch außerhalb des Büros effizient und eigenständig arbeiten. Der mobile Arbeitsplatz wird dadurch zu einem deutlich wichtigeren Bestandteil moderner Unternehmensstrukturen.

Damit verändern sich auch Erwartungen an Arbeitsabläufe. Wer mobil arbeitet, soll nicht nur erreichbar sein, sondern zunehmend selbstständig Ergebnisse liefern, Informationen aufbereiten und flexibel auf neue Anforderungen reagieren können. KI unterstützt genau diese Entwicklung, da sie viele vorbereitende oder strukturierende Tätigkeiten vereinfacht. Der mobile Arbeitsplatz wird dadurch leistungsfähiger, aber auch anspruchsvoller.

Sicherheit und Datenschutz rücken noch stärker in den Fokus

Wo mehr digital gearbeitet wird, steigen auch die Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz. Das gilt besonders dann, wenn Mitarbeitende mobil auf Unternehmensdaten zugreifen, cloudbasierte Dienste nutzen und mit KI Anwendungen arbeiten. Je mehr Informationen verarbeitet, übertragen oder in digitale Systeme eingegeben werden, desto wichtiger werden klare Regeln und eine sichere technische Grundlage.

Unternehmen sollten deshalb nicht nur auf Leistung und Flexibilität achten, sondern auch auf zentrale Verwaltung, sichere Zugänge, regelmäßige Updates und nachvollziehbare Richtlinien für den Umgang mit sensiblen Daten. Gerade bei KI Anwendungen ist außerdem entscheidend, welche Informationen eingegeben werden dürfen und wie datenschutzkonformes Arbeiten im Alltag sichergestellt wird. Ein moderner mobiler Arbeitsplatz muss daher nicht nur leistungsfähig, sondern auch kontrollierbar und sicher sein.

Offene Netzwerke, unklare Zuständigkeiten oder unsaubere Zugriffsregelungen können hier schnell zum Risiko werden. Deshalb braucht mobiles Arbeiten im KI Kontext nicht nur gute Technik, sondern auch klare organisatorische Leitplanken. Nur wenn Geräte, Anwendungen und Prozesse sauber zusammenspielen, lässt sich das Potenzial neuer Tools sinnvoll nutzen, ohne Sicherheit und Datenschutz aus dem Blick zu verlieren. Das ist der Weg der vernünftigen Mitte.

Der mobile Arbeitsplatz wird strategisch wichtiger

Früher wurde mobiles Arbeiten in vielen Unternehmen eher als praktische Ergänzung verstanden. Heute wird deutlich, dass der mobile Arbeitsplatz ein fester Bestandteil moderner Arbeitswelten ist. Durch KI wird diese Entwicklung noch verstärkt, da viele digitale Prozesse ortsunabhängig unterstützt und beschleunigt werden können. Dadurch entstehen neue Freiräume, aber auch neue Erwartungen an Technik, Organisation und Zusammenarbeit.

Für Unternehmen bedeutet das, dass der mobile Arbeitsplatz nicht mehr nur über Geräte definiert wird. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel aus Hardware, Software, Sicherheit, Konnektivität und klaren Arbeitsprozessen. Wer diesen Bereich strategisch weiterentwickelt, schafft bessere Voraussetzungen für flexible, effiziente und zukunftsfähige Arbeitsmodelle. Gleichzeitig zeigt sich, dass mobile Arbeit heute stärker in die Gesamtstrategie eines Unternehmens eingebunden werden muss. Es reicht nicht mehr aus, Mitarbeitenden einfach ein Notebook bereitzustellen. Vielmehr geht es darum, ein verlässliches digitales Arbeitsumfeld zu schaffen, das Produktivität, Sicherheit und Flexibilität sinnvoll miteinander verbindet. Genau an diesem Punkt wird der mobile Arbeitsplatz zu einem echten Zukunftsthema.

Fazit zum mobilen Arbeitsplatz im KI Zeitalter

KI definiert den mobilen Arbeitsplatz im Unternehmen neu, da sie Aufgaben beschleunigt, digitale Prozesse ausweitet und eigenständiges Arbeiten an unterschiedlichen Orten erleichtert. Damit wird mobiles Arbeiten nicht nur komfortabler, sondern auch produktiver und vielseitiger. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Geräte, Sicherheit und organisatorische Rahmenbedingungen.

Für Unternehmen ist das eine klare Entwicklung. Der mobile Arbeitsplatz wird zunehmend zu einer zentralen Arbeitsumgebung, in der digitale Werkzeuge, flexible Prozesse und moderne Technik zusammenwirken. Wer diese Veränderung frühzeitig berücksichtigt, schafft eine bessere Grundlage für mobiles Arbeiten, das auch im KI Zeitalter sinnvoll, sicher und leistungsfähig bleibt.

 

FAQ

Wie verändert KI den mobilen Arbeitsplatz im Unternehmen konkret?

KI unterstützt viele mobile Arbeitsprozesse, etwa bei der Recherche, Texterstellung, Strukturierung von Informationen oder Vorbereitung von Terminen. Dadurch können Mitarbeitende auch unterwegs oder im Homeoffice schneller arbeiten und Aufgaben oft eigenständiger erledigen.

Warum steigen durch KI die Anforderungen an mobile Geräte?

Da heute häufig mehrere Anwendungen parallel genutzt werden und mobile Geräte deutlich mehr leisten müssen als nur E-Mails und klassische Office Aufgaben. Leistung, Akkulaufzeit, Konnektivität und zuverlässiges Multitasking werden dadurch im Alltag wichtiger.

Welche Vorteile bringt KI für mobiles Arbeiten im Unternehmensalltag?

KI kann helfen, Inhalte schneller aufzubereiten, Routineaufgaben zu vereinfachen und Informationen kompakter bereitzustellen. Das spart Zeit und unterstützt Mitarbeitende dabei, auch an wechselnden Orten effizient und flexibel zu arbeiten.

Welche Rolle spielen Sicherheit und Datenschutz beim mobilen Arbeiten mit KI?

Eine große Rolle, da Mitarbeitende mobil auf Unternehmensdaten zugreifen und dabei häufig cloudbasierte Dienste oder KI Anwendungen nutzen. Unternehmen sollten deshalb auf sichere Zugänge, klare Richtlinien und einen datenschutzkonformen Umgang mit sensiblen Informationen achten.

Warum wird der mobile Arbeitsplatz für Unternehmen strategisch wichtiger?

Da mobiles Arbeiten längst nicht mehr nur eine Ergänzung zum Büro ist, sondern in vielen Unternehmen ein fester Teil moderner Arbeitsmodelle geworden ist. Mit KI steigt zusätzlich die Bedeutung eines mobilen Arbeitsplatzes, der produktiv, sicher und technisch zuverlässig funktioniert.

Vom Netzwerk zum Marktplatz: Digitale Projekte effizient skalieren

Vom Netzwerk zum Marktplatz: Digitale Projekte effizient skalieren

News 23. Februar 2026

Silicon Valley Europe löst das Problem den richtigen Anbieter zu finden

Darmstadt/Europa, 23. Februar 2026 - Silicon Valley Europe, eines der führenden IT-Ökosysteme, gibt heute seine strategische Transformation bekannt. Das etablierte Netzwerk erweitert sein Portfolio und agiert ab sofort als zentraler europäischer Marktplatz für digitale Transformation. In enger Zusammenarbeit mit dem gesamten IT-Cluster schafft die Plattform eine strukturierte Schnittstelle, die Anwender und IT-Experten auf Basis von Vertrauen, Transparenz und Relevanz zusammenbringt.

 

Vom Netzwerk zum Marktplatz: Digitale Projekte effizient skalieren

In einer zunehmend komplexen Technologielandschaft scheitern viele Digitalisierungsvorhaben bereits an der Suche nach dem geeigneten Partner. Silicon Valley Europe löst dieses Problem durch einen plattformgestützten Ansatz: Ähnlich bewährten Vermittlungsmodellen können Unternehmen (Anwender) ihre Bedarfe - von KI-Agenten und CRM-Systemen bis hin zur strategischen Transformationsberatung - kostenfrei ausschreiben.

"Wir entwickeln uns vom klassischen Netzwerk hin zu einem aktiven Enabler der digitalen Wirtschaft," so Michael Mattis, CEO und Founder von Vision von Silicon Valley Europe. "Unser Ziel ist es, den richtigen Partner zur richtigen Zeit bereitzustellen - mit der Zuverlässigkeit eines Experten-Netzwerks und der Geschwindigkeit eines modernen Marktplatzes."

 

Vorteile für Anwender: Komplexität reduzieren

Für Unternehmen, die vor digitalen Herausforderungen stehen, bietet die Plattform einen dreistufigen, effizienten Prozess:

Bedarfsartikulation: Projekte werden unverbindlich und kostenfrei auf der Plattform skizziert.

Qualifizierte Selektion: Experten aus dem validierten Silicon Valley Europe Netzwerk bewerben sich gezielt mit Lösungsvorschlägen.

Direktes Matching: Anwender vergleichen Profile sowie Referenzen und wählen den optimalen Partner für die Umsetzung.

Vorteile für IT-Anbieter: Sichtbarkeit und Lead-Generierung

IT-Dienstleister profitieren von einem direkten Zugang zu verifizierten Projekten innerhalb einer europaweiten Tech-Community. Silicon Valley Europe bietet hierfür vier maßgeschneiderte Partnermodelle an - vom kostenfreien Einstieg für maximale Sichtbarkeit bis hin zum Enterprise-Paket für Marktführer, das proaktiven Zugriff auf Ausschreibungen und Leads ermöglicht. Im gesamten Netzwerk sind mittlerweile mehr als 780 IT-Unternehmen registriert und auf der Plattform öffentlich verfügbar.

 

Ein starkes Signal für den IT-Standort Europa

Durch die Transformation stärkt Silicon Valley Europe die digitale Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen. Die Plattform fungiert als Katalysator, der Innovationen beschleunigt und Barrieren zwischen technologischem Bedarf und qualifiziertem Angebot abbaut.

 

Kurzbeschreibung

Silicon Valley Europe: Der neue Marktplatz für digitale Transformation. Wir vernetzen Anwender kostenfrei mit qualifizierten IT-Experten für KI, CRM & Strategie – transparent, schnell und sicher.

 

Firmenbeschreibung

Über das Silicon Valley Europe:

Silicon Valley Europe ist das führende IT-Cluster in Europa und unterstützt Unternehmen bei der Digitalisierung und Vernetzung. Mit mehr als 200 Mitgliedern und über 750 Unternehmen auf dem Portal von Silicon Valley Europe ist das IT-Cluster die schnellst wachsende IT Community in Europa. Silicon Valley Europe ist ein europaweites Innovations- und Digitalisierungsnetzwerk, das Unternehmen, Experten, Entscheider und Innovatoren miteinander verbindet.

Mit Veranstaltungen, Plattformen, einem E-Commerce-Shop, Weiterbildungsprogrammen und führenden Community-Formaten fördert Silicon Valley Europe den Austausch zu Themen wie Digitalisierung, Leadership, Technologie, Strategie und Innovation.

AMC MEDIA NETWORK GmbH & Co. KG bietet als Veranstalter und Community-Betreiber regional und bundesweit mehr als 1.000 KundInnen mediale Plattformen, Großveranstaltungen und Unternehmernetzwerke. Dazu gehören neben der dikomm - Zukunft Digitale Kommune u.a. die Anwender-Kongressmessen Thema Digitalisierung für den Mittelstand DIGITAL FUTUREcongress, Provide-Tech und die Leadership-Digital.

 

https://silicon-valley-europe.com

 

Schlüsselwörter

Digitale Transformation, IT-Marktplatz, Silicon Valley Europe, KI-Agenten, CRM-Systeme, IT-Sourcing, Business Matching, Projektvermittlung

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2026: KI wird kontextbewusst – und macht Arbeit endlich einfacher

2026: KI wird kontextbewusst – und macht Arbeit endlich einfacher

News 23. Dezember 2025

Von Andy Wilson, Senior Director, New Product Solutions, Dropbox

Für die meisten von uns folgt die Technologie, die wir bei der Arbeit nutzen, einem vertrauten Rhythmus. Das Internet hat den Zugang zu unbegrenzten Informationen eröffnet, mobile Geräte haben uns von unseren Schreibtischen befreit und Cloud-Software hat es jedem Team ermöglicht, sein eigenes Ökosystem aus spezialisierten Tools aufzubauen. Diese Veränderungen haben Geschwindigkeit und Flexibilität gebracht, aber auch einen lauteren und fragmentierten Arbeitsplatz geschaffen. Unsere Aufmerksamkeit muss sich heute auf eine wachsende Zahl von Apps und Plattformen verteilen. 2026 werden wir jedoch den nächsten großen Wandel in dieser Entwicklung erleben, denn die Technologie beginnt endlich, uns und unsere Arbeitsweise vollständig zu verstehen.

Wir bewegen uns weg von Tools, die einfach nur Aufgaben ausführen, und hin zu solchen, die wissen, warum wir diese Aufgaben ausführen. Weg von generischer KI, die Fragen beantwortet, hin zu kontextbezogener KI, die unsere Prioritäten, Rolle und die Arbeit, die wir tatsächlich erledigen müssen, auch wirklich versteht.

Bislang war KI meist generisch und leistungsstark, aber ohne Kenntnis des Teams, der unternehmenseigenen Terminologie oder der Realität des letzten Quartals. Sie konnte zwar die Hauptstadt von Peru (Lima) nennen, aber nicht, warum ein Projekt letzte Woche ins Stocken geraten ist. Diese Lücke zwischen Intelligenz und Kontext wird sich im kommenden Jahr schließen!

Der nächste Sprung: KI wird zum strategischen Assistenten

Seit Jahren werden digitale Umgebungen immer schwerfälliger und mit mehr Tabs und Benachrichtigungen überladen, als irgendjemand überhaupt realistisch bewältigen kann. Das Ergebnis ist ein Arbeitstag, der eher von Reibungsverlusten als von Konzentration geprägt ist. 

Mitarbeitende kommen nicht aufgrund mangelnder Anstrengung nicht mit ihren Workloads hinterher, sondern oft, weil sie so viel Zeit damit verbringen, nach Informationen zu suchen, die irgendwo existieren – verborgen in Tools, die nie dafür gedacht waren, zusammenzuarbeiten.

Dieses Muster wird sich ab 2026 ändern und KI wird einen Großteil der stillen, unsichtbaren Koordination übernehmen, die bislang die Mehrheit unserer Aufmerksamkeit aufgefressen hat. Die nächste Generation von Tools wird administrative Arbeiten reduzieren, indem sie sie übernimmt, statt diese für den Anwender immer noch höher aufzutürmen. Menschen werden ihre Zeit und Klarheit zurückgewinnen. 

Intelligentere Kalender sind ein gutes Beispiel für diesen Wandel. Sie entwickeln sich von statischen Terminplänen zu Entscheidungshilfen, die die Arbeitswoche nach Ergebnissen statt nach Verfügbarkeit gestalten. Sie identifizieren, welche Besprechungen verschoben werden können, schützen die wichtigen Termine und schaffen ungestörten Raum für Aufgaben, die Tiefgang erfordern. Sie schützen auch die kleinen, sehr wichtigen Pausenzeiten des Arbeitstages, in denen beispielweise bei einem Spaziergang an der frischen Luft oder einer Tasse Kaffee die Gedanken wieder neu geordnet werden.

Karriere next level: Expertise trifft Flexibilität 

Ein weiterer Trend, der sich 2026 deutlicher abzeichnen wird, ist „Fractional Working“, da immer mehr Führungskräfte eine Karriere im Portfolio-Stil anstreben. Die Gig Economy hat damals den Weg für flexiblere Arbeitsweisen bereitet, und die Pandemie hat gezeigt, dass Arbeitsleistung von Führungskräften nicht immer davon abhängt, ob sie sich am selben Ort befinden. Statt sich nur einem einzigen Arbeitgeber zu verpflichten, wählen Führungskräfte im Fractional Working-Modell daher eine Kombination von Aufgaben, bei denen sie am meisten bewirken können. Unternehmen haben den Vorteil, Zugang zu Fähigkeiten zu erhalten, die ihnen sonst möglicherweise nicht zur Verfügung stünden. Fractional Work führt auch zu einer bewussteren Karriereplanung und gibt den Mitarbeitenden die Freiheit, sich den Herausforderungen zu widmen, die sie als sinnvoll erachten. Gleichzeitig haben viele Unternehmen erkannt, dass sie Fachwissen benötigen, das nicht immer von einer einzigen Vollzeitkraft bereitgestellt werden kann

Im Jahr 2026 wird dies noch viel praktischer, da KI beginnt, die Koordination zu übernehmen, die diese Aufgaben früher so schwierig machte. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage ergab, dass 97 % der Führungskräfte bereits KI in ihrer persönlichen Arbeit einsetzen. Das zeigt, dass sie zunehmend auf diese Tools zurückgreifen, um Routineaufgaben zu erledigen und ihre Effektivität zu steigern. 

Auf dieser Grundlage können Führungskräfte sich auf Systeme verlassen, die Kommunikation zusammenführen, wichtige Updates anzeigen und Prioritäten in sehr unterschiedlichen Umgebungen organisieren. KI-gestützte E-Mails, intelligentere Terminplanung und Wissenswerkzeuge wie Dash tragen dazu bei, Zeitverluste beim Wechsel zwischen Unternehmen zu reduzieren und den Mitarbeitenden einen klaren Überblick darüber zu verschaffen, was jedes Team von ihnen benötigt.

Zukunft der Arbeit 2026: Persönlicher, fokussierter, menschlicher

Es besteht kein Zweifel daran, dass KI-Müdigkeit existiert und die Antwort nicht in noch mehr Tools liegt. Was Menschen brauchen, ist eine Führung, die Rahmen setzt, Vertrauen aufbaut und ihnen Raum gibt, neue Fähigkeiten zu erkunden, ohne sich überfordert zu fühlen. Entsprechend kann KI dazu beitragen, gesündere Arbeitsrhythmen zu fördern und den Druck zu verringern, der durch ständige Kontextwechsel entsteht. Sie kann Menschen auch dabei helfen, bessere Entscheidungen darüber zu treffen, wie sie ihre Zeit und ihr Wohlbefinden gestalten, was mittlerweile genauso wichtig ist wie Produktivität.

Von Features zu Klarheit – die neue Rolle der KI 

2026 wird KI einen größeren Teil der Koordination übernehmen und damit Raum für fokussiertes Denken und sinnvolle Arbeit schaffen. In diesem Zuge wird die Technologie unauffälliger und unterstützender, und der Schwerpunkt verlagert sich von der Anzahl der Funktionen hin zur Klarheit, die sie ermöglicht. Denn wenn KI Störfaktoren ausblendet, das Wesentliche hervorhebt und Menschen auf eine Weise unterstützt, die sich persönlich anfühlt, wird das eine prägende Veränderung sein. Es wird sich nicht um einen lauten Durchbruch handeln, sondern um einen sanft neugestalteten Arbeitstag, der sich klarer, ruhiger und menschlicher anfühlt.

Über den Autor:

Andy Wilson ist Senior Director of New Product Solutions bei Dropbox. Mit mehr als 18 Jahren Erfahrung in den Bereichen interaktive Fernsehdienste, Broadcast-Innovation, Produktmanagement und digitale Rechte für die BBC und nach einer führenden Position bei der Digital Production Partnership-Initiative schloss sich Andy Wilson 2018 Dropbox an. Er arbeitet täglich eng mit Unternehmen zusammen, um so viel Wert wie möglich aus der Technologie und den Produkten von Dropbox schöpfen zu können. 

„Veränderung ist der Motor für Erfolg“ Im Gespräch mit Martin F. Schmidt, dem Architekten praxisnaher Transformation

„Veränderung ist der Motor für Erfolg“ Im Gespräch mit Martin F. Schmidt, dem Architekten praxisnaher Transformation

News 27. November 2025

Ein Mann, der Veränderung nicht nur gestaltet, sondern lebt: Dipl.-Ing. Martin F. Schmidt, Gründer, Geschäftsführer, Berater, Coach und mehrfach ausgezeichneter Umsetzer, öffnet exklusiv im Interview für Silicon Valley Europe Einblicke in über 30 Jahre Transformationspraxis. Über 400 Unternehmen hat er auf ihrem Weg in eine sichere, effiziente und zukunftsfähige Zukunft begleitet – nicht mit PowerPoint-Folien, sondern mit echtem Wandel, sichtbaren Ergebnissen und einer beeindruckenden Hands-on-Mentalität.

Vom Maschinenschlosser bei Melitta zum internationalen Transformationsarchitekten – Martin F. Schmidt vereint Ingenieursgeist, Unternehmertum und tiefes Verständnis für Menschen und Organisationen. Er spricht über die Herausforderungen des Mittelstands, über Lean Management, Prozessoptimierung, Sanierungen und darüber, wie seine 360°-Empowerment-Method Unternehmen befähigt, ihr volles Potenzial nachhaltig zu entfalten.

Besonders spannend: Schmidt spricht offen über seine Philosophie „Erleben, verstehen, handeln“, über Führung ohne Ego, Verantwortung ohne Schuldzuweisung und warum Zukunftssicherung immer beim Menschen beginnt – nicht bei der Technik. Seine Vision: Unternehmen so zu stärken, dass sie nicht nur überleben, sondern mit Innovationskraft, Klarheit und Menschlichkeit wachsen.

Im Interview mit Silicon Valley Europe beantwortet Herr Martin Schmidt unsere Fragen mit einer unglaublichen Energie, Empathie und unternehmerischer Schärfe. Daher gehen wir im Gespräch auch den Fragen nach: Wie gelingt ein echter Wandel ohne Widerstände? Warum ist Erfolg kein Ziel, sondern ein Prozess, und was braucht es wirklich, damit klassische Mittelständler in Zeiten von Digitalisierung, Globalisierung und Fachkräftemangel bestehen?

Dieses Interview ist unserer Meinung nach ein Muss für alle, die Verantwortung tragen – für Strukturen, Menschen und Zukunft. Freuen Sie sich auf inspirierende Antworten, klare Worte und Einblicke in eine Welt, in der Umsetzung zählt und Menschlichkeit der entscheidende Erfolgsfaktor ist.

Silicon Valley Europe: Herr Schmidt, Ihr Werdegang vom Maschinenschlosser über internationale Führungspositionen bis hin zum mehrfach ausgezeichneten Unternehmensberater ist außergewöhnlich. Welche Erfahrungen haben Sie persönlich am meisten geprägt?

Martin F. Schmidt: Mein Werdegang hat mich vor allem eines gelehrt: Verantwortung zu übernehmen – nicht nur für das, was ich tue, sondern auch für das, was ich nicht tue. Dazu gehört Offenheit und Ehrlichkeit, auch wenn die Wahrheit manchmal unangenehm ist.

Frühere Erfahrungen, wie das mehrfache Wechseln der Schule, haben mir gezeigt, dass Ergebnisse oft nicht an anderen liegen, sondern an Bequemlichkeit oder falschen Prioritäten. Auch Projekte, die nicht wie geplant verliefen, führten zur gleichen Erkenntnis: Was habe ich übersehen, was unterlassen?

Besonders prägend waren Situationen, die wir als Team gemeistert haben. Ich habe gelernt, dass nur im Team große Herausforderungen gelöst werden können, aber jemand muss die Verantwortung tragen, das Team zu koordinieren, um die Ziele klar zu definieren.

Im Ergebnis bringe ich es auf einen Satz: Habe ich oder haben wir alles getan, was in unserer Macht steht, um das Ziel zu erreichen? Diese Frage begleitet mich bis heute und prägt mein Handeln sowohl persönlich als auch beruflich.

Silicon Valley Europe: Sie sagen: „Veränderung bedeutet Change – und Erfolg ist der Motor für Erfolg.“ Was war in Ihrem Leben der entscheidende Moment, in dem Sie dieses Verständnis entwickelt haben?

Martin F. Schmidt: Die Aussage ‚Veränderung bedeutet Change – und Erfolg ist der Motor für Erfolg‘ habe ich vor allem durch praktische Erfahrung entwickelt. Oft wird gefragt: ‚Was willst du in fünf Jahren erreichen?‘ Das ist wichtig, aber mindestens genauso entscheidend ist die Frage: Was wollen wir im kommenden Monat, im nächsten Quartal oder bis zum Jahresende erreichen?

Erfolge müssen kurzfristig sichtbar und spürbar sein – sogenannte Quick Wins – damit Mitarbeiter Motivation entwickeln und Vertrauen in den Veränderungsprozess gewinnen. Sichtbare Erfolge erhöhen die Glaubwürdigkeit der Maßnahmen und schaffen gleichzeitig Spielräume für weitere Initiativen.

Für mich wird immer wieder deutlich, wie stark dieser Effekt ist: Schon kleine, schnell umgesetzte Erfolge mobilisieren das Team, setzen Dynamik frei und machen den Weg für größere Veränderungen möglich. So zeigt sich: Erfolg erzeugt Motivation – und Motivation treibt weiteren Erfolg an.

Silicon Valley Europe: Sie begleiten seit über 30 Jahren Unternehmen in Transformation, Restrukturierung und Zukunftssicherung. Was unterscheidet erfolgreiche Veränderungsprozesse von denen, die scheitern?

Martin F. Schmidt: Erfolgreiche Veränderungsprozesse zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie die Realität der Organisation respektieren: Wer glaubt, alles intern allein umsetzen zu können, unterschätzt oft die Komplexität und die Ressourcen, die nötig sind, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Erfolg entsteht, wenn die Führung erkennt, wo interne Stärken liegen und wo externe Expertise sinnvoll als ‚Kraftverstärker‘ eingesetzt werden kann.

Das Entscheidende ist, dass Veränderung nicht erzwungen wird. Unternehmen, die scheitern, sind häufig solche, die entweder die Komplexität unterschätzen oder versuchen, alles allein zu stemmen – und dann an Ressourcen, Geduld oder Erfahrung scheitern. Erfolgreiche Transformationen hingegen kombinieren Eigenverantwortung und Eigeninitiative mit gezielter externer Unterstützung: Die Führung trifft klare Entscheidungen, nutzt Erfahrungen von außen dort, wo sie einen spürbaren Mehrwert bringen, und schafft so Geschwindigkeit, Qualität und Nachhaltigkeit.

Scheitern passiert, wenn interne Kräfte überfordert sind oder wichtige Expertise fehlt. Erfolg entsteht, wenn man klug entscheidet, wann interne Ressourcen ausreichen und wann externe Unterstützung den Unterschied macht – und dabei offen, partnerschaftlich und zielorientiert vorgeht.

Silicon Valley Europe: Mit Ihrer 360°-Empowerment-Methode verbinden Sie Potenzialanalyse, Umsetzung und nachhaltige Verankerung in Unternehmen. Wie ist diese Methode entstanden – und warum funktioniert sie so wirkungsvoll?

Martin F. Schmidt: Die 360°-Empowerment-Methode ist aus unserer langjährigen Erfahrung entstanden. Wir haben erkannt, dass Veränderungsprojekte oft scheitern, weil sie nur einzelne Bereiche betrachten und dabei das Gesamtunternehmen mit all seinen Bereichen und Stärken aus den Augen verlieren.

Unsere Methode betrachtet das Unternehmen ganzheitlich: alle Bereiche werden 360 Grad einbezogen, von den Führungskräften über die Teams bis hin zu Prozessen, Strukturen und Kultur. 

Sie kombiniert drei Elemente: die Zukunftsanalyse (Potenzialanalyse/Bestandsaufnahme), um Stärken, Entwicklungsmöglichkeiten und Engpässe zu erkennen; die Zukunftsgestaltung (Umsetzung), um konkrete Maßnahmen messbar und wirksam zu machen; und die nachhaltige Verankerung, damit Veränderungen dauerhaft greifen – das ist dann die Zukunftssicherheit.

Die Wirkung entsteht genau daraus: Durch die ganzheitliche Betrachtung werden Zusammenhänge sichtbar, Maßnahmen greifen ineinander, und die Organisation erlebt Veränderung als planbar, nachvollziehbar und nachhaltig. So schaffen wir Geschwindigkeit, Klarheit und echte Wirksamkeit – und stärken gleichzeitig das Vertrauen und die Eigenverantwortung aller Beteiligten.

Silicon Valley Europe: Lean Management, Kanban, JIT, Digitalisierung – Sie haben all diese Themen nicht nur beraten, sondern praktisch implementiert. Was ist der wichtigste Erfolgsfaktor, damit Methoden in der Praxis wirklich wirken?

Martin F. Schmidt: Der wichtigste Erfolgsfaktor, damit Methoden wie Lean Management, Kanban, JIT oder Digitalisierung wirklich wirken, liegt in zwei zentralen Punkten: Erstens der passende Methodenmix. Es gibt keine Standardlösungen oder Schema-F. Jede Organisation ist einzigartig – Prozesse, Strukturen, Kultur und strategische Ziele müssen berücksichtigt werden. Methoden müssen individuell ausgewählt, angepasst und aufeinander abgestimmt werden, damit sie wirksam sind.

Zweitens der Faktor Mensch. Methoden alleine erzeugen keine Veränderung. Entscheidend ist, dass Mitarbeiter und Führungskräfte die Ziele verstehen, die Vorteile erkennen und aktiv eingebunden werden. Motivation, Vertrauen und Eigenverantwortung sind die Triebkräfte, die Umsetzung erfolgreich machen.

Kurz gesagt: Methoden sind nur Werkzeuge. Erfolg entsteht, wenn die richtigen Werkzeuge intelligent kombiniert werden und die Menschen im Unternehmen sie mittragen, verstehen und leben.

Silicon Valley Europe: Sie haben über 400 Unternehmen begleitet – vom Mittelständler bis zum Konzern, von Krise bis Wachstum. Gibt es ein Projekt, das Sie emotional oder fachlich besonders bewegt hat?

Martin F. Schmidt: Wenn ich auf die vielen Projekte zurückblicke, gibt es eines, das mich sowohl fachlich als auch emotional besonders bewegt hat: Kürzlich haben wir ein großes, internationales Familienunternehmen mit Sitz in Südamerika an dessen Standort in Deutschland beraten. Die Produkte im Maschinen- und Anlagenbau sind hochkomplex und über viele weltweite Standorte stark vernetzt – eine enorme Herausforderung.

Besonders beeindruckend war, dass bereits nach wenigen Wochen die ersten Ergebnisse deutlich früher als geplant erreicht wurden und dem geschäftsführenden Gesellschafter von der Belegschaft selbst mit großer Begeisterung präsentiert werden konnten. Was dieses Projekt zusätzlich emotional berührt hat, war die aktive Beteiligung aller Beteiligten – Geschäftsleitung, Betriebsrat und unsere Berater – und die Tatsache, dass wirklich keine Unterschiede gemacht wurden zwischen „oben und unten“ oder „hier und drüben“. ProGemma wurde dabei als integraler Bestandteil des Unternehmens gesehen.

Solche Projekte sind für mich besonders bewegend, weil sie zeigen, dass nach Jahren des Stillstands ein Standort wieder aufleben kann – und dass echte Veränderung möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen und der Mensch im Mittelpunkt steht.

Silicon Valley Europe: Wenn Sie in Unternehmen kommen, sagen viele über Sie: „Keine PowerPoint-Beratung, sondern echte Umsetzung.“ Was bedeutet für Sie persönlich „Umsetzungskraft“?

Martin F. Schmidt: Für mich bedeutet ‚Umsetzungskraft‘ vor allem Verantwortung übernehmen und Ergebnisse liefern, statt sich in Analysen oder Präsentationen zu verlieren. Es reicht nicht, Konzepte zu entwickeln – der wirkliche Wert entsteht erst, wenn Ideen konkret umgesetzt werden und spürbare Resultate erzeugen.

Ein entscheidender Faktor dabei ist die Zielakzeptanz: Umsetzung gelingt nur, wenn alle Beteiligten die Ziele verstehen, mittragen und sich aktiv dafür engagieren. Umsetzungskraft heißt auch, praktisch zu denken, Hindernisse zu erkennen und Lösungen zu finden, die im realen Unternehmensalltag funktionieren.

Kurz gesagt: Umsetzungskraft ist die Fähigkeit, Vision in greifbare Realität zu verwandeln, Hindernisse proaktiv zu meistern und nachhaltige Ergebnisse zu erzielen – getragen von klaren, akzeptierten Zielen und dem Engagement aller Beteiligten.

Silicon Valley Europe: Sie betonen immer wieder: „Erfolg entsteht dort, wo Menschen wollen – nicht nur können.“ Wie gelingt es, Mitarbeitende für Veränderung zu gewinnen und Widerstände in Motivation zu verwandeln?

Martin F. Schmidt: Häufig werde ich gefragt, wie man Mitarbeiter für Veränderung gewinnt. Anders gesagt: Veränderung gelingt dort, wo Mitarbeiter nicht demotiviert werden.

Wenn Hindernisse, Barrieren oder Störungen beseitigt werden – und zwar auch im Sinne der Belegschaft – entsteht schnell Bewegung. Menschen entwickeln Eigeninitiative, Widerstände verwandeln sich in Motivation, und Veränderungsprozesse gewinnen Dynamik.

Kurz gesagt: Erfolg entsteht dort, wo Menschen wollen, nicht nur können – und unsere Aufgabe ist es, die Bedingungen zu schaffen, unter denen dieses Wollen entfaltet werden kann.

Silicon Valley Europe: In Zeiten von Digitalisierung, Fachkräftemangel und globaler Unsicherheit – wie sichern mittelständische Familienunternehmen heute ihre Zukunftsfähigkeit?

Martin F. Schmidt: Mittelständische Familienunternehmen sichern ihre Zukunftsfähigkeit heute durch eine Kombination aus strategischer Weitsicht, Flexibilität, Mitarbeiterfokus und dem gezielten Einsatz neuer Technologien wie KI. 

Das bedeutet, wir brauchen eine strategische Weitsicht, um die eigenen Stärken und Alleinstellungsmerkmale zu erkennen und diese in zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu überführen. KI kann dabei helfen, Daten besser zu nutzen, Prozesse zu optimieren und Entscheidungen fundierter zu treffen.

Darüber hinaus sind Flexibilität und Anpassungsfähigkeit entscheidend. Unternehmen müssen schnell auf Marktveränderungen reagieren, Prozesse digitalisieren und gleichzeitig die Qualität und Zuverlässigkeit ihrer Produkte sichern.

Last but not least, „Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg“. Fachkräfte zu gewinnen, zu binden und aktiv einzubeziehen ist entscheidend. KI kann dabei Routinetätigkeiten übernehmen und den Menschen Freiräume für wertschöpfende Arbeit schaffen, wodurch Motivation und Kompetenzentwicklung gefördert werden.

Silicon Valley Europe: Sie wurden mit dem Titel „Top Consultant 2024“ ausgezeichnet, mit einer Laudatio von Christian Wulff. Was bedeutet Ihnen dieser Erfolg – und ist Anerkennung für Sie noch ein Antrieb?

Martin F. Schmidt: Auszeichnungen wie ‚Top Consultant‘ sind immer Momentaufnahmen – sie spiegeln eine Leistung zu einem bestimmten Zeitpunkt wider, ersetzen aber nicht die kontinuierliche Entwicklung von Menschen und Organisationen. Vor vielen Jahren erhielt ich den Titel „Certified Management Consultant“, und auch damals galt: Solche Ehrungen bestätigen, dass geleistete Arbeit Wirkung zeigt, sagen aber wenig darüber aus, wie Organisationen und Menschen sich heute und in Zukunft entwickeln.

Dieses Jahr war die Auszeichnung besonders bewegend, weil Christian Wulff mich anschließend eingeladen hat, am Think Tank teilzunehmen. Diese Tage sind immer voller intensiver Gespräche, ehrlichem Austausch und inspirierender Begegnungen mit führenden Köpfen der Beratungsbranche. Wir diskutieren zentrale Zukunftsthemen – von der Rolle der Beratung in Zeiten des Wandels bis hin zu verantwortungsvollem, nachhaltigem Handeln – und können echte Dialoge auf Augenhöhe führen. Dies gilt nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Politik.

Für mich bedeutet Anerkennung daher nicht nur Lob, sondern Impulse und Motivation, weiterhin praxisnah, partnerschaftlich und zukunftsorientiert zu arbeiten.

Silicon Valley Europe: Ihre Arbeit ist geprägt von Klarheit, Ehrlichkeit und Geschwindigkeit. Gab es Situationen, in denen genau diese Haltung für Irritation gesorgt hat – oder gerade deswegen zum Erfolg führte?

Martin F. Schmidt: Meine Arbeit ist geprägt von Klarheit, Ehrlichkeit und Geschwindigkeit – und genau diese Haltung führt zum Erfolg. Manchmal sorgt sie dabei für Irritation: Menschen fühlen sich auf den Schlips getreten oder sind überrascht, weil sie selbst selten so direkt agieren würden.

Gerade diese direkte Art wird aber geschätzt, weil sie nicht darauf abzielt, gefallen zu wollen, sondern Ergebnisse zu erzielen. Schon bei der Akquise spreche ich klare Worte: Ziel ist, gemeinsam greifbare Resultate zu erreichen. Die Kombination aus Direktheit und Fokus auf die Wirkung sorgt dafür, dass Projekte schnell Fahrt aufnehmen und wirklich erfolgreich umgesetzt werden.

Leider hat diese Offenheit auch seine Schattenseiten. Häufig lese ich in der Akquisition die Worte „Überforderung“, heraus oder höre „Wir machen erstmal den ersten Schritt“ oder „Wir wissen nicht, ob unsere Mitarbeiter da mitmachen“.

Silicon Valley Europe: Zum Jahreswechsel 2024/2025 integrieren Sie Ihre ProGemma GmbH in die BLECKWEHL GROUP und übergaben Verantwortung. Was bedeutet diese neue Phase für Sie persönlich und für Ihre Mission „Wir sichern Zukunft“?

Martin F. Schmidt: Mein Ziel war es, die Nachfolge frühzeitig zu gestalten und damit Verantwortung für die Nachhaltigkeit des Unternehmens zu übernehmen. Mit der Integration der ProGemma GmbH in die BLECKWEHL GROUP wechselte ich im Januar 2025 in eine neue Rolle: Ich bin seitdem nicht mehr Gesellschafter der ProGemma und trage daher nicht mehr die unternehmerische Verantwortung.

Was bleibt, ist die Verantwortung für die Umsetzung unserer anspruchsvollen Kundenprojekte - als Gesamtprojektleiter oder auf Wunsch im Beirat. 

Silicon Valley Europe: Sie engagieren sich seit vielen Jahren ehrenamtlich – unter anderem bei ICH e.V. (International Children’s Help). Welche Rolle spielt Sinnhaftigkeit in Ihrem Leben und Arbeiten?

Martin F. Schmidt: Sinnhaftigkeit spielt für mich eine zentrale Rolle – sowohl privat als auch beruflich. Sie beschränkt sich nicht nur auf mein Engagement bei ICH e.V., sondern zieht sich durch viele Bereiche meines Lebens. Überall dort, wo besondere Herausforderungen zu meistern sind – sei es im kommunalen, sozialen, schulischen oder ökologischen Umfeld – habe ich Projekte ehrenamtlich unterstützt und sie bis zur Umsetzung begleitet. Besonders wichtig ist mir dabei, benachteiligten Menschen zu helfen und der Gesellschaft etwas zurückzugeben.

Dieses Prinzip gilt genauso für die von mir gegründete ProGemma GmbH: Arbeit entfaltet dann größte Wirkung, wenn sie Menschen, Organisationen oder die Gesellschaft nachhaltig voranbringt. Sinnhaftigkeit ist für mich daher immer auch ein Treiber von Motivation, Engagement und erfolgreicher Umsetzung.

Silicon Valley Europe: Wenn Sie jungen Unternehmerinnen und Unternehmern einen einzigen Rat mit auf den Weg geben dürften – welcher wäre das?

Martin F. Schmidt: Wenn ich jungen Unternehmerinnen und Unternehmern einen Rat geben dürfte, wäre es folgender: Klein anfangen und das Wesentliche verstehen. Übernehmen Sie sich nicht, sondern konzentrieren Sie sich auf den Kern Ihres Geschäfts, denken Sie konsequent aus Kundenperspektive und bewahren Sie Demut gegenüber Markt und Kunden.

Wichtig ist außerdem, das zu tun, wofür man brennt: Leidenschaft ist der stärkste Treiber und führt oft am schnellsten zum Erfolg. Wer mit Begeisterung an sein Unternehmen geht, erkennt Chancen, motiviert andere und setzt Dinge wirkungsvoll um.

Silicon Valley Europe: Wir sagen einfach nur danke für dieses wunderbare Gespräch!

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